Dich Berühren lassen

in der Chinesischen Medizin

Berührung ist ein zentraler Bestandteil in der Chinesischen Medizin respektive in meinem täglichen Praxisalltag.
In der traditionellen chinesischen Tuina-Massage ist es während einer Behandlung ein Wechselspiel in der Arbeit mit den verschiedenen Muskelschichten. Einerseits arbeite ich mit sehr sanfter, oberflächlicher Streichmassage, andererseits werden auch tiefe Muskelblockaden durch eine tiefe Berührung bzw. Druck gelöst.


Für mich ist es essenziell, während einer Tuina-Behandlung hineinzuspüren, welche Art und Tiefe der Berührung dem Körper gerade am besten tut. So kann es sein, dass ich an einem Tag mit feinen Vibrationstechniken arbeite und an einem anderen in der Tiefe Muskelschichten löse.

 

Die Akupunktur verfolgt das gleiche Ziel mit dem Unterschied, dass der Körper anstelle mit den Händen mit feinen Nadeln berührt wird.
Zu guter Letzt aber nicht weniger wichtig steht die Berührung oder das berührt sein, was durch den Kontakt zueinander entsteht. Mich berühren lassen von meinem Gegenüber ohne mit-zu-leiden ist für mich die grundlegende Basis, um überhaupt Bewegung ins Körpersystem des Patienten bringen zu können.


Schlussendlich, metaphorisch gesehen, ist es die Auswahl der für den jeweiligen Moment stimmigen Instrumente in der perfekten Lautstärke, um die Musik spielen zu können, die den Patienten im JETZT gerade berührt und durch das etwas in ihm in Bewegung bringen kann.