Jeder Wiedergeburt geht ein Sterben voraus

 

Die meisten von uns wünschen sich Veränderung in einem oder sogar in mehreren Bereichen unseres Lebens.

Eine Veränderung beinhaltet einen Neubeginn, eine Wiedergeburt. Ja, genau das möchten wir!

 

Aber ist dir schon mal aufgefallen, dass es in dir eine nicht zu überhörende Stimme gibt, welche sich vor diesem Neubeginn fürchtet?

 

Diese Stimme weiss, dass einer Wiedergeburt immer ein Ende voraus geht. Etwas Altes muss sich zuerst verabschieden. Etwas Altes stirbt. Und manchmal ist dieses Alte so tief in uns verwurzelt, dass es zu einem festen Bestandteil unserer Persönlichkeit, unseres Selbstbildes geworden ist. Und plötzlich ist gar nicht mehr so klar, ob wir den Neubeginn mit all seinen Konsequenzen wirklich wollen...

 

Deine Wiedergeburt kann also bedeuten, dass ein Teil von dir stirbt. Und dieser Teil hat Angst vor seinem Ende. Manchmal habe ich sogar das Gefühl, dass ein anderer Teil von mir den scheidenden Aspekt vermissen wird, obwohl ich mir einen Neuanfang so sehr wünsche. Dennoch scheint es einen Teil zu geben, der traurig über die bevorstehende Trennung ist und diesen Trauerprozess gilt es zu würdigen.

 

Einer erwünschten und manchmal ersehnten Wiedergeburt geht also ein Tod und ein Trauerprozess voraus!

 

Also geben wir uns doch die Zeit zu trauern. Denn erst nach dem Trauerprozess sind wir bereit, das Alte wirklich gehen zu lassen. Lasst und den Tod des Alten zelebrieren, das Alte würdig verabschieden. Dann kann sich unser neuer Weg nach unserer Wiedergeburt von ganz alleine entfalten und wir leben unsere Vision, einfach so.

 

Also wie sieht gesunde Trauer um uns selbst aus?

 

Mein Vorschlag wäre folgender:

 

Gestalte ein Abschiedsritual.

Schreibe deinen Nachruf und beerdige den Teil deiner Persönlichkeit, der nicht mehr zu dir gehört.

Wie möchte dieser Teil verabschiedet werden?

Braucht es eine Bestattung in der Erde, möchte er den Wassern oder dem Wind übergeben werden? Sollte er sich vielleicht durch Feuer in Rauch auflösen?

Schreibe deinen eigenen Nachruf und gestalte die Abschiedsfeier (mit Musik, Blumen und allem, was sonst noch dazu gehört), bei welcher dieser Nachruf laut gelesen wird.

 

Und am nächsten Tag gestaltest du ein Taufritual.

Schreibe einen Willkommensbrief an das Neue.

Wie möchte dieses Neue begrüsst werden?

Möchte es mit Wassern getauft, von den Feuern gereinigt oder in der Erde verwurzelt werden?

Gestalte deine eigene Taufe, lies den Willkommensbrief laut vor und begrüsse, was auch immer da auf dich wartet.

 

Ich bin sehr gespannt auf deine Erfahrungen!

Daniela

 

 

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