2.12. Entfaltungskreis: Potentiale des Selbst und des Kollektiv

An diesem Entfaltungskreis werden wir uns mit dem Ursprung unserer Schwächen und Stärken auseinander setzten, um herauszufinden, welches Potential dahinter für das Selbst und das Kollektiv verborgen liegt.

 

Bitte überleg dir vorgängig, was dein grösster Herzenswunsch ist.

 

Gehen wir mal davon aus, dass wir alle ein Teil des grossen Ganzen sind, dann würde uns auch das unerschöpfliche Potenial dieses Ganzen zur Verfügung stehen.

 

Wir Menschen sind in der Regel davon überzeugt, dass wir unser Potential nicht ganz ausschöpfen. Für mich bestätigt dies nur, dass unser Unterbewusstsein, unser Wahres Ich sich diesem unermesslichen Potential eigentlich bewusst ist.

 

Was würde nun geschehen, wenn wir Menschen weniger daran glauben würden, wir müssten unsere sogenannten Schwächen kompensieren, und einfach glauben könnten, dass wir ein unerschöpfliches Potential haben, dass sich genau dann manifestiert, wenn aus Sicht des grossen Ganzen der richtige Zeitpunkt gekommen ist?

 

Ist es nun die Aufgabe des Menschen, nach diesem Potential zu streben? Wie würde die Erfüllung dieses Potentials denn überhaupt aussehen?

Und wenn alle Menschen ein Teil dieses Ganzen sind, sieht die Erfüllung dieses Potentials dann bei allen Menschen gleich aus?

Was geschieht mit der Welt, wenn sich dieses Potential erfüllt?

 

Für diesen Entfaltungskreis würde ich gerne mit folgenden Annahmen arbeiten:

  • Es gibt ein grosses Ganzes und der Mensch ist ein Teil davon
  • Stärken und Schwächen haben wir gelernt
  • Wir haben gelernt uns zu wünschen, dass unsere Schwächen und die Schwächen der Welt verschwinden mögen


Freue mich auf euch, Daniela



Rückblick:

Nun, es ist unglaublich schwierig, seine Wünsche zu verbalisieren. So ging es uns allen. Der Grund dafür scheint aber hauptsächlich darin zu liegen, dass wir uns unserer Wünsche und Sehnsüchte nicht immer vollumfänglich bewusst sind. Manchmal sind sie uns gar nicht bewusst. Wie soll sich das Leben dann überhaupt in die von uns präferierte Richtung entwickeln?


Ein anderes Phänomen ist die Bescheidenheit. Es scheint nicht angebracht zu sein, seine Wünsche laut zu äussern. Wir sind bereits so reich beschenkt, dass wir es uns teilweise nicht erlauben, uns noch mehr zu wünschen geschweige den, diese Wünsche laut zu formulieren. Schliesslich wäre ein Wunsch nur eine höflich formulierte Klage. Und beklagen tut man (schon gar nicht Frau) sich nicht. Ist das Schweizer Bescheidenheit oder weibliche Zurückhaltung?


Wenn wir dann durch eine Gruppe genötigt werden, über unsere Wünsche zu sprechen, kann sich herausstellen, dass wir uns hauptsächlich die Vermeidung oder Reduktion von Schmerz wünschen. Dieser Schmerz kann das Gewand der Angst, der Verletzung oder der Unsicherheit tragen.


Aus unserer Gruppe hat sich jede Dame eigentlich eine Verbesserung bzw. Stabilisierung der IST Situation gewünscht. Niemand wünschte sich eine dramatische, radikale Veränderung. Soviel zur Schweizer Bescheidenheit. Oder heisst das, dass wir uns gar nicht trauen, Visionen zu haben und in dem Sinne nach den Sternen zu greifen?


Die Anwesenden haben sich dafür ausgesprochen, unter dem Thema "Potentiale" noch weitere Entfaltungskreise zu gestalten. Neben unseren Wünschen, spielt in dieses Thema ganz stark unsere Wahrnehmung der eigenen Stärken und Schwächen hinein. Hier wollen wir uns auch einen Abend mit der Weiblichkeit befassen aber auch einmal mit unseren Visionen arbeiten.


Ich freue mich auf das nächste Jahr mit euch! An dieser Stelle sei wieder mal gesagt, wie unglaublich dankbar ich für die Menschen in dieser Gruppe bin und für all das, was sie erst möglich machen.


In dem Sinne merry X-mäs und ä guetä Rutsch, Daniela



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