Die Geister des alten und des neuen Jahres

 

Über den Globus verteilt, haben die Menschen in den vergangenen Tagen das alte Jahr verabschiedet und das neue Jahr begrüsst.

 

Am „Übersitz“ in Meiringen werden die Geister des alten Jahres mit dem Klang (oder Lärm) von hunderten von grossen Kuhglocken vertrieben und die Geister des neuen Jahres willkommen geheissen.

 

Am Strand von Goa wurden unzählige Wunschlaternen in den Himmel gesandt, um die guten Geister für das kommende Jahr einzuladen.

 

Ich selbst habe mich mit einer Magen-Darm-Grippe der alten Geister entledigt.

 

Wie hat euer Ritual ausgesehen?

 

Man könnte sich auch fragen, warum der Mensch das Alte loslassen will, um dem neuen Platz zu machen. Es ist ja nicht so, dass die Evolution stillstehen würde, weil wir den Wandel nicht bewusst begrüssen oder uns widersetzen.

 

Jeden Tag schliesst die Sonne eine Welt ab um am nächsten Morgen eine Neue entstehen zu lassen. Mit jeder Ausatmung endet ein Universum, das unwiderruflich vergangen ist, um mit dem nächsten Atemzug neu zu entstehen.

 

Wir können den Atem anhalten in der Hoffnung, eine Welt etwas länger festhalten zu können. Aber mal ehrlich: ist es der Mühe wert? Irgendwann müssen wir so oder so den nächsten Atemzug tun und weitergehen.

 

Letztendlich ist es doch die Angst vor dem Ungewissen, die uns an etwas festhalten lässt. Schliesslich weiss man ja nie, ob das Neue es gut mit uns meint. Also reduzieren wir die Ungewissheit, indem wir ganz gezielt ein paar wenige gute Geister einladen.

 

Wenn ich zurück denke, sind nie die Geister gekommen, die ich eingeladen habe. Oder vielleicht doch, aber in einer anderen Gestalt, als ich sie erwartet hätte. Darunter waren auch Gestalten, die ich gar nicht nett fand. Aber letztendlich kam es immer so, wie es kommen musste. Und es war immer auf unerklärliche Weise richtig, auch wenn es manchmal seine Zeit gedauert hat, um dies zu erkennen.

 

Ein hoch auf den Neubeginn an jedem Tag des Jahres und euch allen einen guten Start in ein unvergessliches 2014. Daniji

 

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Susanne (Samstag, 11 Januar 2014 19:48)

    Ja, ein hoch auf den Neubeginn jedes einzelnen Tages.